[Travel]: Südengland, Teil II
Im ersten Post dieser Reihe habe ich euch etwas über Hastings erzählt, eine richtig schöne kleine Fischerstadt. Heute soll es mir sogar gleich um zwei weitere wunderschöne Städte gehen, dabei geht es um Rye und Canterbury. Und was diese beiden ausmacht, könnt ihr im folgenden herausfinden!
Rye
Rye ist eine wunderschöne kleine Stadt im Südosten Großbritanniens. Sie gehört zu der Grafschaft East Sussex und wurde im Verlauf ihrer Geschichte mehrfacht von anderen Nationen und Völkern gegriffen, was sie jedoch nicht daran gehindert hat, zu einer richtig schönen Kleinstadt zu werden.
Ich muss zugeben, dass
ich mich vor allem in diese Stadt verliebt habe, weil sie nur aus wunderschönen
kleinen Häuschen besteht, deren Dächer mit unzähligen Flechten und Moosen
bewachsen ist, welche in der Sonne regelrecht zu leuchten anfangen. Die
komplette Kleinstadt ist von niedlichen, engen Gässchen durchzogen und an jeder
Ecke findet man wunderschöne kleine Läden, in denen man sich stundenlang
vergnügen könnte, da es dort so viele unglaublich interessante Antiquitäten und
natürlich auch Dekosachen und Bücher zu kaufen gibt. Auch habe ich etliche
Bäckereien und Süßwarengeschäfte besucht, in welche man sich schon allein wegen
dem Geruch verliebt hat und nicht nur wegen den leckeren Gebäcken und
Schokoladentafeln!
In Rye haben wir uns
auch eine richtig schöne, kleinere Kirche angeschaut, die neben ihrer schönen
Architektur vor allem durch ihren Kirchturm beeindruckt. Denn diesen konnten
wir durch eine enge Wendeltreppe besteigen. Auf dem Weg nach oben sind wir an
den etwa fünf Kirchenglocken vorbei gekommen, was ich ziemlich interessant
fande, da man das ganze Glockenwerk gut betrachten konnte. Aber das was mir
regelrecht den Atem geraubt hat, war als ich auf der Turmspitze nach draußen
getreten bin und die ganze Stadt von oben gesehen habe. Der Ausblick war
einfach nur wunderschöne, vor allem weil die Sonne gerade durch die Wolken
gebrochen ist und alles in einen richtig tollen Goldton getaucht hat. Von dort
oben konnte man auch auf den Kanal blicken, der die Kleinstadt durchzieht. Auch
hatte man einen guten Blick auf die kleine Burg, welche fast direkt neben der
Kirche ist.
Auf dem Burggelände
konnte man sich den kleinen Burggarten, den damals hauptsächlich die Frauen
besucht haben, anschauen. Auch konnte man sich die kleine Burg von innen
anschauen, was wir aber leider nicht gemacht haben. Dafür haben wir uns aber
den Hof angeschaut, von dem aus man vor allem eine gute Sicht auf die
Weideländer und den Fluss von Rye hatte. Dort konnte man auch etliche alte
Kanonen betrachten, so wie einen Pranger, der etwas versteckt neben der
Burgmauer stand.Canterbury
Die Kathedrale ist rießig. Sie besteht aus einem dreischiffigen Langhaus im spätgothischen Stil und besitzt insgesamt 15 verschiedene Glocken auf mehrere Türme verteilt. Hier bei sticht vor allem der 75m hohe Bell Harry Turm hervor, der die größte Glocke mit 3,1t Gewicht trägt. Wenn man das Schiff entlang läuft kommt man an dem Taufbecken von 1639 vorbei. Auch kann man die wunderschöne Holzschnitzarbeit der Kanzel aus dem Jahre 1898 bewundern, desweiteren kann man an der Nordwand die imposante Orgel von 1980 sehen und natürlich auch hören. Ich persönlich fande vor allem die Kompass-Rose im Boden des Schiffs sehr beeindruckend, diese wurde erst 1988 in den Boden eingelassen, ist aber wirklich sehr schön.Die Kathedrale besitzt eine fünfschiffige Krypta, die zum Teil noch aus den Mauern der romanischen Vorgängerkircher aus dem 11. Jahrhundert besteht. Hier lagen vor allem die sterblichen Überreste von einigen heilig gesprochenen Persönlichkeiten, so wie die von Königsfamilien. Auch konnte man von hier aus in die Schatzkammer gelangen, wo sich größtenteils Gold- und Silbergeschirr befindet.
Am imposantesten war für mich jedoch der Mönchstrakt, da hier die Achritektur fast noch beeindruckender war. Wunderschön waren hier auch die pachtvollen Bundglasfenster, die ganz besonders zur Geltung kamen, wenn das Sonnenlicht durchgeschiehen hat. Leider wurden im Verlauf der Zeit auch einige Fenster zerstört und nur teilweise nachgearbeite, was sehr schade ist, da diese den tiefsten Eindruck hinterlassen haben.Auch haben wir in Canterbury natürlich einige Läden besucht. Darunter waren Souvenirläden von England, wo man viele kleine und vor allem typisch englische Dinge kaufen konnt. Die Läden waren alle ziemlich niedlich und auf eine Art und Weise heimisch aufgebaut. Auch gab es hier viel Deko- und Bastelläden, wo man mit die schönsten Karten finden konnt, die ich jemals gesehen habe. Darunte waren auch Sprücher über Bücher und natürlich auch Zitate von berühmten Meisterwerken.
Mit am meisten haben mich jedoch die Buchläden beeindruckt. In diesen konnt man nicht hauptsächlich neue Bücher kaufen, sondern viel mehr wunderschöne gebrauchte, alte Ausgaben von Bücher, ganz egal ob von Klassikern oder modernerer Literatur.
In den Buchläden waren die Menschen auch immer sehr aufgeschlossen und freundlich zu uns. Sie redeten mit uns über Bücher. Erzählten uns, welche Romane sie in ihrer Jugend gerne gelesen haben und fragten uns, welche Literatur wir gerne lesen und ihnen vielleicht sogar empfehlen konnten. Auch waren sie sehr daran interessiert, wie uns das Land bis jetzt so gefällt und was unsere schönsten Erlebnisse bis jetzt waren und was wir natürlich alles schon gemacht hatten.
Sie waren richtig freundliche Menschen, denen man einfach angemerkt hat, wie unglaublich toll sie es finden, wenn andere Leute England bereisen und wie sie sich auch für andere Menschen interessieren, ganz egal ob sie sie kennen oder eben nicht.
Bis bald und Liebe Grüße,
Bella :)






Ich bin beim Lesen gerade ein bisschen neidisch geworden :D Du schreibst wirklich sehr schön und es scheinen richtig tolle Erlebnisse gewesen zu sein, die ihr dort hattet. Ich möchte das auch einmal sehen.
AntwortenLöschenAlles Liebe
deine Maddie